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Säure schadet jedem

         Alle reden vom Waldsterben und vom sauren Regen

         Mehr als 90 Prozent aller Bundesbürger zählen zur Kategorie „saurer Mensch“

 

Wie sauer darf ein Mensch sein?

         Die Säuregrade im menschlichen Körper variieren zwischen pH 8 im Verdauungstrakt und bis zu pH 1,2 im Magen.

                        - Sekret der Bauchspeicheldrüse pH 8,0

                        - Darm pH 8

                        - Blut pH 7,35 – 7,45

                        - Sekret von Leber und Gallenblase pH 7,1

                        - Speichel 7,1 – 7,0

                        - Bindegewebe pH 7,08 – 7,29

                        - Muskeln und Zellen der Organe pH 6,9

                                   Herzmuskel bleibt ab pH 6,2 stehen

                        - Harn pH 4,8

                        - Magensaft pH 1,2 – 3.0

 

So fühlt sich der „saure“ Mensch:

         In den fünfziger Jahren hat man den Einfluß des sauren Stoffwechselgeschehens auf das vegetative Nervensystem entdeckt.

         Sympathikus und Parasympathikus regulieren als Teile des Vegetativen Nervensystems zahlreiche Organfunktionen.

         Zuviel Säure im Körper regt den Sympathikus an und bewirkt negative Folgeerscheinungen für Geist und Körper. Sympathikus läßt Streßhormone frei.

         Bei Übersäuerung wird z.B. der Blutdruck und der Blutzuckerspiegel erhöht, die Atmung beschleunigt und die Anfälligkeit für Entzündungen erhöht.

         Bei basischer Lage sinkt der Blutdruck und der Blutzuckerspiegel wird herabgesetzt, die Atmung beruhigt sich und die Anfälligkeit für Entzündungen wird vermindert.

 

Säure und Basen

         Kochsalz (eine einfache Verbindung von Natrium und Chlor) ist ein natürlicher Bestandteil unseres Blutes und unserer Gewebe. Die Aufspaltung durch den Magen dient in erster Linie der Verdauung.

         Bewerkstelligt wird die Kochsalzspaltung von mehreren kleinen Drüsen des Magens, die Belegzellen. Dazu braucht es nur Kochsalz, Kohlendioxid und Wasser. Das Chlor verbindet sich mit Wasserstoff zu Salzsäure. Die macht Schwerverdauliches leichter verdaulich und wehrt Krankheitserreger ab.

         Aus Natrium, Wasserstoff, Kohlenstoff und Sauerstoff wird eine basisch reagierende Verbindung, genannt Natriumbikarbonat.

         Mengenverhältnis:

         Wenn 1 Gramm Salzsäure entsteht

         Bilden sich 2,3 Gramm Natriumbikarbonat

         Das Natriumbikarbonat geht ins Blut und wird über den ganzen Körper verteilt

         Säurefeger im Bindegewebe

         Versorgung mit basischen Stoffen der Bauchspeicheldrüse, Leber, Gallenblase sowie bestimmte Drüsen des Darmtraktes

         Später wird es wieder zur Kochsalzrückbildung zum Darm zurückgeholt (was noch im Blut ist) und verbindet sich dort mit der Magensäure zu harmlosem Kochsalz.

         Wenn nicht mehr genügend Basenstoffe im Blut sind für die Kochsalzrückbildung und von der Nahrung der Bedarf an Basenstoffen nicht gedeckt werden kann, wird die Bauchspeicheldrüse erneut in die Pflicht genommen. Die kann aber nur soviel Basenstoffe liefern wie im Magen durch Kochsalzspaltung zur Verfügung gestellt wurde.

         Jetzt beginnt der Magen wieder Kochsalz zu spalten. Aber nicht weil der Magen Säure braucht sondern weil dem Körper Basen fehlen um die Säuren zu Neutralisieren. So entsteht z.B. Sodbrennen, saures Aufstoßen meist zwischen den Mahlzeiten.

         Wenn jetzt noch Säurehemmer gegeben werden, fehlen immer mehr Basenstoffe und die Übersäuerung im Körper wird verstärkt.

         Besser wäre also ein Basenmittel zu geben und die Ernährung langfristig auf Basisch umzustellen.

 

Säuregefälle zwischen Blut und Organen

         Die Körper-Zellen arbeiten rund um die Uhr. Bei der Verarbeitung bzw. Verbrennung unserer Nährstoffe entsteht Säure (Kohlensäure)

         Das pH-Gefälle begünstigt den Abtransport der Säure aus den
-> Zellen (pH 6,9)
-> durch das Bindegewebe (pH 7,08 – 7,29) hindurch
-> zum Blut (pH 7,35 – 7,45).

         Das Blut transportiert die Säure weiter, dorthin, wo sie entsorgt werden kann:

        die Lunge, die die Kohlensäure mit dem Atem ausscheidet

        Die Niere, die die Säure mit dem Harn ausscheidet

        Darm

        Schweißdrüsen

         Ist der Säure-/Basenhaushalt gestört, bildet der Körper Zwischenlager (Müllkippen), um bei passender Gelegenheit alles abtransportieren und ausscheiden zu können. Bei der heutigen hohen Belastung mit Schadstoffen aus der Umwelt, der Nahrung, der Genußgiften und aus unserem eigenen Stoffwechsel, kommt für viele Menschen diese erhoffte „passende Gelegenheit“ aber selten oder sogar nie.

 

Müllkippen im Körper

         In die wichtigsten Organe wie Herz, Gehirn oder Lunge werden aus Gründen der Selbsterhaltung keine Giftstoffe eingelagert.

         Fettlösliche Schadstoffe z.B. Holzschutzmittel oder Insektizide werden der Einfachheit halber ins Fettgewebe abtransportiert.

         Schwermetalle wie Blei und Kadmium lagern sich teilweise auch im Fettgewebe, teilweise in den Haaren und sonstigen Hornsubstanzen des Körpers ab, in Finger- und Zehennägeln.

         -> Wenn wir Fettgewebe abbauen, werden damit auch belastende Stoffe freigesetzt.

         Den Säuren gehört vor allem das Bindegewebe, das nicht nur die Zwischenräume zwischen Knochen, Organen und Muskeln elastisch ausfüllt. Es hat noch eine Reihe weiterer wichtiger Aufgaben:

        Es umhüllt und schützt z.B. unsere Nerven

        Es umkleidet (neben dem Fettgewebe) die Organe

        Es gibt Halt im Zusammenspiel mit Muskeln, Knochen- und Knorpelgewebe

        Es hilft den Wasserhaushalt des Körpers zu steuern

        Als Lieferant von Nähr- und Heilstoffen an der Wundheilung beteiligt

        Sperr- und Kontrollbezirk für wandernde Nähr- und Abfallstoffe und dient so zur Abwehr von Krankheiten

        Größte und wichtigste Zwischendeponie für Säuren

         Das Bindegewebe nimmt bei einem Stau alle Stoffe des Organismus auf, die durch die Niere entsorgt werden müssen um die langsame Niere zu entlasten. Das Bindegewebe wird durch diese Giftstoffe nicht so leicht geschädigt.

         Das Bindegewebe ist demnach genauso wichtig wie unser Blut. Denn es schleust Sauerstoff und lösliche Kohlenhydrate ebenso wie Spurenelemente und Mineralstoffe, die in den Organzellen benötig werden, dorthin. Und es Kontrolliert wie viele Abfallstoffe- also z.B Kohlensäure, Wasser oder Harnstoffe – es dem Blut anvertrauen und zu den Ausscheidungsorganen transportieren lassen kann.

         Durch schwitzen beim Sport, Zufuhr von Basenbildenden Mineralstoffen oder viel Trinken, wird das Bindegewebe einen ganzen Schub von Giftstoffen los.

         Wenn wir dagegen durch sitzen, körperliche Untätigkeit, üppige, eiweißreiche Mahlzeiten, Dauerstreß, Nikotingenuß, Alkohol- oder Kaffeekonsum mehr Säuren im Körper bilden, muß das Bindegewebe noch zusätzlich diese Säuren speichern.

         Wenn das Bindegewebe als Mülldeponie überlastet ist kann es seine Aufgaben als Filter und Speicher von Schadstoffen nicht mehr wahrnehmen.

         Bei permanenter Übersäuerung werden Säuren auch in Muskeln eingelagert. Der Hierarchie zufolge werden Säuredepots wie folgt gebildet. Zuerst kommt das Bindegewebe, dann die Gelenke und Sehnen (besonders die Ansätze => Tennisarm) und dann auch die Muskeln. Die Säure bewirkt eine Versteifung des Muskels. (Verspannung)

         Der Muskel will die Säure durch Bewegung rasch abgeben. Er pumpt die gelösten Säuren weiter, z.B. in die Ansätze der Sehnen oder der Bänder und von dort in die sogenannte Gelenkschmiere, die Nährflüssigkeit für die Gleitsubstanz der Gelenke und Knorpel. Die übersäuerte Gelenkschmiere kann den Knorpel nicht mehr optimal ernähren, der Knorpel wird defekt, das Gelenk nützt sich ab => Arthrose, und entzündet sich => Arthritis.

 

Beschwerden durch Säure

         Die meisten Menschen haben keine Ahnung, was mit ihnen los ist. Sie klagen nur über verschiedene Beschwerden.

         Sie leiden unter

        Chronischen Kopfschmerzen

        Abgespanntheit

        Chronische Müdigkeit

        Saures Aufstoßen

        Verstopfung

        Freudlosigkeit am Leben

        Rückenschmerzen und verspannter Nacken

        Hautekzeme

        Nase + Auge reagiert mit Fließschnupfen und Tränen auf Blütenpollen, Parfüm, Zigarettenrauch oder Autoabgase

        Magengeschwür

        Beschwerden der Bauchspeicheldrüse, Leber, Zwölffingerdarm und Gallenblase

        Schmerzzustände als Folge von Muskelverspannungen

 

Krankheiten durch Säure

         Die Säuretheorie kann natürlich nicht alle Krankheiten dieser Welt erklären, aber zumindest ist wissenschaftlich nachgewiesen, dass bei allen Krankheiten gleichzeitig eine Übersäuerung des Organismus vorliegt.

         So zB.:

        Migräne

        Rheuma

        Krebs (so Säureforscher, ist ein Endstadium über Jahrzehnte andauernden Säurekatastrophe im Organismus)

        Herzinfarkt

        Diabetes mellitus

        Psychosen und Neurosen…

         Es gibt unzählige Beispiele, daß sich Krankheiten erstaunlich rasch bessern, wenn das Grundübel behandelt wird: die Übersäuerung

 

Saure und basische Mineralien

         Saure Mineralien: pH (potentia hydrogenii=Stärke des Wasserstoffs) 1- 6
Zu den Mineralstoffen, die bevorzugt Säuren bilden, zählen:

                        Chlor, Fluor, Jod, Phosphor, Schwefel und      Silizium

         Basische Mineralien: pH (potentia hydrogenii=Stärke des Wasserstoffs) 8 - 14

            Zu den Mineralstoffen, die bevorzugt Basen bilden, zählen:

                        Eisen, Kalium, Kalzium, Magnesium und

                        Natrium

         Bei 7 liegt der neutrale Punkt, den reines Wasser aufweist.

 

Basische Lebensmittel

         Obst

         Gemüse (Wurzel-, Blatt- und Wildgemüse)

         Kartoffeln

         Naturreis

         Rohe Milch und Sahne

         Vollkornnudeln / Vollkornbrot

         Frische Kräuter (Petersilie, Schnittlauch, Majoran, Organo, Dill…)

         Stille Mineralwässer

 

Zusätzliche Hilfen

         Algen (liefern basische Mineralien wie Kalzium, Magnesium, Eisen… und entgiften Zellen von Schwermetallen)

         Basenstoffe (Mineralpräparate)

         Sport (Muskelaktivität, Schweißbildung…)

         KEIN Alkohol (macht sauer)

         KEIN Zucker

         KEIN bzw. wenig Fleisch

         NICHT rauchen (Behindert Sauerstoffaufnahme und Kohlendioxidabgabe)

         Sauna (Schweißbildung anregen)

 

 

Quelle: Übersäuerung Krank ohne Grund von Norbert Treutwein ISBN3-517-01857-0